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    <title>Das Kinderbuchblog (Lesen ? Lesen !) : Rubrik:6- Nicht alles, was glänzt, ist Gold</title>
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    <description>Lesen ? Lesen !</description>
    <dc:publisher>walküre</dc:publisher>
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    <title>Das Kinderbuchblog</title>
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  <item rdf:about="http://daskinderbuchblog.twoday.net/stories/4191214/">
    <title>Nicht alles, was glänzt, ist Gold</title>
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    <description>In etwa ab der 2. Klasse der Grundschule ist ein Kind in der Lage, selbstständig Bücher zu lesen  anfangs noch dünnere mit vielen Bildern, zusehends jedoch vermehrt sich die Textmenge und die Bilder treten von ihrer Bedeutung her in den Hintergrund, obwohl sie bis zum Ende der Grundschulzeit noch immer beliebt sind. Nicht selten leihen Kinder auch mit neun oder zehn Jahren noch Bilderbücher in der Schulbibliothek aus ! Es ist ein fataler Fehler, sie darob zu kritisieren, weil ihnen dadurch ein Teil der Freude an Büchern vergällt wird. Wie würden &lt;i&gt;Sie&lt;/i&gt; denn reagieren, sagte jemand zu Ihnen, dass sie nicht dauernd Bildbände kaufen oder leihen sollen, sondern was Richtiges lesen ? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie Ihr Kind nach Herzenslust in Büchereien und Buchhandlungen schmökern, denn nur so kann es vielseitige Interessen entwickeln ! Bei vielen Jungen (und nur wenigen Mädchen) tritt in diesem Alter ein Phänomen auf, mit dem manche lesebegeisterten Eltern schwer kämpfen und welches sich dahingehend äußert, dass keine Geschichten, sondern beinahe ausschließlich Sachbücher als Lektüre gefragt sind. Die Befürchtung der Eltern besteht meist in der einseitigen Orientierung auf Bilder, wobei der Text zu kurz kommt, was sich in weiterer Folge auch im Wortschatz und in der Rechtschreibung bemerkbar machen kann. Aus meiner Sicht als Buchhändlerin kann ich hierzu sagen, dass Sachbuch nicht gleich Sachbuch ist. Ein gutes Sachbuch zeichnet sich durch viele aussagekräftige Bilder und ausdrucksstarke Illustrationen aus, die von einer größeren Textmenge begleitet werden, um auch ausreichende Hintergrundinformationen zu gewährleisten. Optisch und textlich gut gemachte Sachbücher verleiten sehr wohl zum Lesen, weniger gute erkennt man daran, dass man nach einmaligem Durchblättern wenig Lust verspürt, sie nochmals in die Hand zu nehmen, und zwar auch bei grundsätzlich interessanten Themen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich ist es im Hinblick auf Aufsätze und Bildgeschichten, die ab der 3. Schulstufe auf dem Lehrplan stehen, wünschenswert, dass ein Kind einen zusammenhängenden Erzählstrang zu konstruieren in der Lage ist und darüber hinaus bei dieser Aufgabe aus einem entsprechenden Wortrepertoire schöpfen kann; um dies bei sachbuchorientierten Kindern zu fördern, gibt es den probaten Weg über Kinderkrimis. Selbstverständlich behandeln Krimis für Kinder wesentlich harmlosere Sujets als solche für erwachsene Leser, insofern besteht keine Gefahr, Kinder mit diesem Genre nachhaltig zu verstören. Wichtig ist gerade für diese Art von Lesern und Leserinnen, dass ein Buch von Anfang an spannend und nicht allzu klein gedruckt ist, gerne dürfen auch noch ein paar Bilder den Text auflockern. Um Missverständnissen vorzubeugen: Wir sprechen hier keineswegs von einer Leseschwäche, sondern von einer interessensmäßig anders geprägten Leseorientierung, bei der es vorrangig darum geht, den logischen Verstand ans Werk zu lassen. Dies ist auch keinesfalls mit latenter Fantasielosigkeit gleichzusetzen, denn in weiterer Folge kann sich durchaus eine Vorliebe zu Romanen entwickeln, da es sich oft bei diesem ausgeprägtem Hang zu Sachlichkeit und Logik um eine Entwicklungsphase handelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wovon ich an dieser Stelle weitgehend abraten möchte, sind die sogenannten Bücher für Nichtleser, die in den Kinder- und Jugendbuchabteilungen herkömmlicher Buchhandlungen dermaßen überreichlich vorhanden sind, dass sie das restliche Sortiment in den Hintergrund drängen. Diese Art von Büchern erscheint meist in Reihen mit dutzenden Einzelbänden - und alle weisen eine Gemeinsamkeit auf, die nicht gerade für ihre Qualität spricht: Wenn man drei von ihnen gelesen hat, kennt man alle, denn die Handlung ist eher spannungsorientiert, der Schreibstil schlicht und die Seitenanzahl gering . Diese Buchreihen gaukeln eine Auswahl vor, wo keine ist - darauf bezieht sich auch die Überschrift dieses Kapitels. Es wäre freilich unverschämt, von Eltern zu verlangen, ständig auf dem neuesten Stand des Kinderbuchangebotes deutschsprachiger Verlage zu sein; aus der daraus entstehenden Unsicherheit resultiert aber, dass viele Erwachsene von dem Überangebot dieser Reihen buchstäblich erschlagen werden und bereits im Vorfeld die Hoffnung aufgeben, Alternativen zum Mainstream zu finden. Die größte Gefahr bei den Büchern für Nichtleser besteht darin, dass sie durch ihre Anspruchslosigkeit und leichte Lesbarkeit das Kind unmerklich auf ein Niveau fixieren, von dem aus inhaltlich etwas anspruchsvollere Lektüre vom Kind als Überforderung empfunden wird. Dieser Denkfalle gilt es zu entkommen  am besten dadurch, dass rechtzeitig Alternativen zur Massenware angeboten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;http://www.kerle.de/index_800_html&quot;&gt;Kerle-Verlag&lt;/a&gt; sind unter dem Reihentitel &lt;a href=&quot;http://www.kerle.de/programm/kids_jugendliche/1084722/index_html?onl_struktur=1084722&quot;&gt;Professor Berkley&lt;/a&gt; 8 Bände mit jeweils 10 einzelnen Ratekrimis in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden erschienen; der Verlag empfiehlt die Bücher für Kinder ab zehn Jahren, meiner Erfahrung nach finden sich mit den Geschichten jedoch schon die meisten Kinder ab der 3. Schulstufe zurecht. Der &lt;a href=&quot;http://www.kosmos.de/&quot;&gt;Kosmos-Verlag&lt;/a&gt; hat eine Reihe im Programm, die den Titel Ein Fall für die Tierdetektive trägt und spannende Krimis für Tüftler/innen ab ca. 8 Jahren beinhaltet, die sich auch hervorragend für Buchvorstellungen im Rahmen des Unterrichts eignen. Im österreichischen &lt;a href=&quot;http://www.kinderbuchverlag.com/&quot;&gt;G&amp;G-Verlag&lt;/a&gt; sind großformatige Hefte mit jeweils mehreren kurzen Ratekrimis für verschiedene (auf den Heften angeführte) Altersgruppen erschienen, die zusätzliche und zur Lösung der Krimis erforderliche Rätsel und Denksportaufgaben enthalten, wodurch sich die Hefte auch ausgezeichnet für den Schulunterricht eignen. Erhältlich sind derzeit folgende Titel verschiedener Autoren: Die Kapuzenmänner, Der Schattenmann, Der Maskenmann, Die verschwundene Keksdose, Drei mörderische Tanten, Der Katzenklau, Die Männer aus dem Moor und Das Detektivtreffen. Für Kinder ab neun Jahren, denen kein Buch zu spannend und gruselig sein kann, empfehle ich die &lt;a href=&quot;http://www.codename-sam.at/&quot;&gt;Codename SAM-Reihe&lt;/a&gt;, welche von drei Kindern handelt, die in haarsträubende Kriminalfälle verwickelt werden und diese selbstverständlich lösen, wobei sich auch für die unheimlichen Begebenheiten natürliche Erklärungen finden. Geschrieben hat diese Reihe &lt;a href=&quot;http://www.codename-sam.at/MartinSelle/&quot;&gt;Martin Selle&lt;/a&gt;, ein oberösterreichischer Autor, der auch für Lesungen in Schulen zur Verfügung steht und welcher das ausgeprägte Talent besitzt, seine Zuhörer/innen nicht nur mittels seiner Bücher völlig in seinen Bann zu ziehen und zu begeistern !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diversen zugunsten der Qualität klein gehaltenen Reihen abgesehen, gibt es immer wieder sehr gute Einzelbände, die ebenfalls spannende Abenteuer mit kriminalistischem Einschlag zum Inhalt haben. Literarisch einhaken kann man darüber hinaus bei Themen, die speziellen Interessen des Kindes entsprechen. Wer mit den Pharaonen auf du und du steht, den wird seine Neugier dazu bringen, einen altersgerechten Roman, der im Alten Ägypten spielt, zu lesen; wer fasziniert ist von den Abenteuern der Seefahrer und Entdecker, wird nicht umhin können, in einem Buch mit Geschichten, welche um diese Thematik kreisen, zu schmökern. Auch auf das Lesealter abgestimmte Kurzbiografien stoßen viel öfter auf Gegenliebe, als die meisten Erwachsenen glauben ! Noch ein kleiner Tipp zum Abschluss dieses Kapitels: Bücher, die Geschenke von den Großeltern, vom Lieblingsonkel, der Patin usw. sind, kommen oft viel besser an als wenn sie von den Eltern überreicht werden...</description>
    <dc:creator>walküre</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://daskinderbuchblog.twoday.net/topics/6-+Nicht+alles%2C+was+gl%C3%A4nzt%2C+ist+Gold&quot;&gt;6- Nicht alles, was glänzt, ist Gold&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 walküre</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-23T07:52:00Z</dc:date>
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